STINGRAY kam 1962-64, erstmalig (für den amerikanischen
Markt) in Farbe gedreht, allerdings erst bei der Wiederholung im englischen
Fernsehen auch in Farbe ausgestrahlt. 39 Episoden á 25 Min. - eine
AP Films Produktion in Zusammenarbeit mit ATV, für ITC World-Wide
Distribution. Created by: Gerry & Sylvia Anderson; Producer:
Gerry
Anderson; Director of Photography: John Read; Art Director:
Bob
Bell; Special Effects: Derek Meddings und Reg Hill; Puppetry
Supervision: Christine Glanville und Mary Turner; Character
Visualisation: Sylvia Anderson; Music: Barry Gray.
STINGRAY
wurde erstmalig in Deutschland 1992 unter dem Namen: KOMMANDO STINGRAY
im Regionalprogramm des WDR ausgestrahlt. Nov. 1995-Aug. 1996 auf TV-München.
STINGRAY ist die Geschichte eines phantastischen
Unterseeboots, im Dienst von W.A.S.P., der World Aquanaut Security
Patrol unter der Leitung von Commander Sam Shore, unterstützt
von seiner Tochter Atlanta (die eine Vorliebe für Troy Tempest
hat). Captain Troy Tempest - der Kapitän; Phones Sheridan
- der geniale Wissenschaftler und Co-Pilot; und Marina - die stumme
Unterwasserfrau, die von Troy und Phones in der ersten Episode
aus der Gefangenschaft des bösen Titan befreit wird, sind die
Besatzung der Stingray. Weiterhin gibt es noch Lieutenant Fisher.
Ihre Gegenspieler sind: Lord Titan - eine 230
Jahre alte Meereskreatur, die auf dem Meeresgrund lebt. Er will die Erde
erobern und die Menschen versklaven. Sein Gehilfe ist der Agent X20
- ein Meister der Verwandlung und Titans Spion an Land. Die Aquaphibians
- grünhäutige, reptilienartige Unterwasserwesen, mit ihrem 'Terrorfish'
(ein fischartiges U-Boot, vollgestopft mit Bomben und Torpedos), bilden
die Sklaven-Armee von Lord Titan.
Die Stingray ist unterhalb der Marineville stationiert. Im Fall eines Alarms fahren Troy und Phones,
in zwei Steuersesseln sitzend, an zwei Stangen, direkt herunter in die
Stingray. Erstens geht dies sehr schnell, und zweitens müssen die Puppen dann nicht laufen! Für ihre Landexkursionen besitzt die Crew Jetmobiles, so eine Art schwebende Motorräder.
>STAND-BY-FOR-ACTION!<
Der Begriff 'Andersonised', kam bei dem Vorspann der Serie erstmals richtig zur Geltung. Kurze Schnitte, actionreiche Szenen und dramatische Musik!
Der Held Troy Tempest wurde von Mary Turner entworfen und war dem Schauspieler
James
Garner (Detektiv Rockford) nachempfunden. Es war nämlich Sylvia´s
Idee, einige Puppen bekannten Schauspielern nachzuempfinden. Von nun an
gab es für jede Marionette, die zur Stammbesetzung gehörte, zusätzliche
Köpfe für verschiedene Gesichtsausdrücke. Neben dem 'normalen',
gab es den 'frowner' (stirnrunzler), den 'smiler' (lächler) und den
'blinker' (er konnte die Augenlider bewegen). Die Haare/Perrücken
der Puppen waren aus Menschenhaar (für die Frauen) und Mohair (für
die Männer).
Für die Unterwasserszenen hatten Reg Hill
und Derek Meddings, eine fabelhafte Idee. Sie bauten ein schmales
Aquarium, füllten es mit Wasser und verschieden großen Fischen
der gleichen Sorte (dies sollte den 3D-Effekt verstärken). Hinter
dem Becken wurde eine Kulisse aufgebaut, in der sich der Meeresboden befand.
Um den Effekt der Sonneneinstrahlung zu simulieren, wurde das Licht durch
eine sich drehende Lochscheibe geschickt. Das Stingray-modell wurde
nun an Fäden, zwischen den Wassertank und die Kulisse gehängt
und konnte so bequem bewegt werden, ohne nass zu werden (diese Technik
hatten die Beiden schon für SUPERCAR entwickelt, hier jedoch
nochmals verbessert). Für die Szenen an der Wasseroberfläche,
wurden verschieden große Wasserbecken gebaut, die teilweise bis zu
5000 Liter aufnehmen konnten! Bei den ersten Dreharbeiten platzte eines
der Becken und die Studios mussten für mehrere Tage trockengelegt
werden. Um einen perfekten Horizont darstellen zu können, war der
Beckenrand an einer Seite niedriger. Hier floss ständig das Wasser
aus dem Becken welches aufgefangen und einfach wieder zurückgepumpt
wurde. Die Wellen, auf dem Wasser, wurden ganz einfach mit Ventilatoren
erzeugt. Explosionen wurden mit Highspeed-Kameras - 120 frames/sec. (norm.
24 frames/sec.) gefilmt. Im normalen Tempo abgespielt, wirkten sie größer
und echter. Bob Bell, der sich um die Herstellung von verkleinerten
Altagsgegenständen kümmerte, war sehr glücklich, als er
eines Tages einen Spielzeugladen entdeckte, in dem es Tassen, Untertassen
und Teller gab, die exakt dem Maßstab der Marionetten entsprachen!
In einer Glasbläserei wurden extra kleine Gläser angefertigt
und für einige Szenen original Gemälde verkleinert nachgemalt. STINGRAY brachte ATV, durch den Verkauf an Fernsehsender
(weltweit), 3 Millionen Pfund Sterling ein! AP Films gründete
Century
21 Records, um einige Storys, zusammen mit Barry Gray´s
Musik, als Hörspiele herauszubringen.
Nach 39 Episoden von STINGRAY, wollte Lew Grade
eine neue Serie. Gerry wollte etwas machen, das sowohl für
Kinder, als auch für Erwachsene interessant wäre. Die Idee zu
der Serie kam ihm, als er in der Zeitung über ein deutsches Minenunglück
und die Rettung der verschütteten Arbeiter las. Er dachte wie toll
es doch wäre, wenn es eine gut finanzierte Organisation geben würde,
mit den entsprechenden Experten, die in solchen, oder ähnlichen Fällen,
helfen könnten.
Der Arbeitstitel für die folgende Serie war: 'International
Rescue'.
"Es waren gute Voraussetzungen für eine Serie. Du nimmst einige sympatische Figuren und packst diese in eine lebensgefährliche Situation. Du lässt die Uhr ticken. 10-9-8 Minuten bis zur Zerstörung. Ein echter 'Cliff-Hanger'. Dann bringst Du diese phantastischen Maschinen mit ihren tapferen Piloten ins Spiel - in einem Rennen gegen die Zeit, um den Tag zu retten." (G.A.)